Beschreibung
Millionen Menschen plagen Existenzängste unterschiedlicher Natur: im Beruf, in der Beziehung, bei Geld und Finanzen, mit Kindern, vor drohendem Wohnungsverlust und sozialem Abstieg, vor Krankheiten, Katastrophen, ja sogar durch Psycho-Horror und was nicht alles. In den seltensten Fällen sind die Probleme unlösbar. Es gibt immer einen Weg, wenn wir nur nicht so ängstlich reagieren würden. Im Angesicht einer vermeintlichen Katastrophe treffen wir dann auch noch – kopflos – die falschen Entscheidungen. Dabei wäre der Satz „Es gibt nichts, was endgültig ist, es sei denn, der Tod!“ durchaus hilfreich.
Was sind konkret Existenzängste?
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Es gibt begründete Existenzängste, etwa wenn wir um unsere Arbeitsstelle bangen, weil die Firma kurz vor dem Bankrott steht. Das ist real und kann wirklich passieren. Aber selbst dagegen kann man sich vorbereiten und sich mit einem rechtzeitigen Plan B auf den Worst Case einstellen. Dann wird´s nicht so dramatisch. Natürlich beschleichen einen bei drohendem oder realen Jobverlust sofort Existenzängste: Woher kommt das Geld für die laufenden Verpflichtungen wie Miete, Haushypothek, Kreditraten, Handy, Telefon, Strom, Wasser, Gas, Auto, Lebensmittel und so weiter?
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Auch kann eine Beziehung kurz vor dem Aus stehen. Für manchen bedeutet das auch Existenzangst, denn man hat sich auf ein gemeinsames Leben „bis dass der Tod Euch scheidet“ eingestellt. Kündigt ein Partner die Beziehung plötzlich auf, bricht für den anderen die Welt zusammen. Besonders Frauen sind hier betroffen, die oft ihren Beruf aufgegeben haben und die Kinder erziehen, kein eigenes Einkommen haben. Das wirkt dann erst mal existenzbedrohend. Für viele Menschen bricht einfach eine Welt zusammen. Sie wollen es nicht wahrhaben und zweifeln an sich selbst: „Was habe ich falsch gemacht? Bin ich nicht mehr attraktiv?“ Es sind mehr die emotionalen Existenzängste, die ans eigene Ego, am Selbstwertgefühl knabbern.
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Klassischerweise sind die Finanzen der Punkt, wo die Existenz bedroht sein kann. Man hat sein Geld in Aktien angelegt, die plötzlich in den Keller gehen. Oder man ist windigen Anlageberatern aufgesessen, die mit den Einlagen ihrer Kunden durchgebrannt sind und sich in der Karibik ein schönes Leben machen. Oder man hat sein Geld auf einer Bank, die pleite gegangen ist. Sie haben in ein Geschäft investiert, dessen Businessplan nicht aufgeht – sie haben also Ihr Geld in den Sand gesetzt – alles weg! Oder Sie haben sich schlicht verzockt. Existenzbedrohend kann auch eine hohe Steuerforderung des Finanzamts sein.
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Manche sehen auch Existenzängste darin, wenn der Partner unerwartet stirbt, ein Kind durch Unfall ums Leben gekommen ist oder entführt wurde und später tot aufgefunden wird. Der Verlust eines lieben nahen Verwandten ist immer schwer zu verkraften. Für viele Menschen geht dabei die Welt erst einmal unter. Sie denken zunächst nicht daran, dass das Leben auch weitergeht.
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Krankheiten können nicht nur lebensbedrohend sein, sondern auch Existenzängste hervorrufen. Wenn Sie schwer und unheilbar erkrankt sind, dann auch noch kleine Kinder haben – welche Gedanken kommen dann in Ihnen auf? Was passiert mit den Kindern, wo wachsen sie auf, wie wird für sie vorgesorgt? Wenn man selbst schwer erkrankt und nicht mehr arbeiten kann, gerät man schnell in eine Schieflage. Wer sich nicht für einen solchen Fall abgesichert hat, landet beim Sozialamt. Nicht nur eigene Krankheiten sind bedrohlich, auch die von Kindern, Partnern oder Eltern. Man steht den Menschen nahe und will sie nicht verlieren, leidet mit und hofft.



